01 - Überblick
Der Seckauer Alpenradweg (R24) führt auf gut 37 Kilometern aus dem alpinen Gaaltal am Fuß der Seckauer Alpen talauswärts hinab nach Kraubath an der Mur. Von der Gaal rollt die durchgehend asphaltierte Route über das berühmte Stift Seckau - den "Dom im Gebirge" - und durch die nördlichen Murtaler Hügel bis an die Mur, wo der R24 auf den Murradweg (R2) und die S-Bahn trifft. Eine kulturreiche, sportliche Talabfahrt mit zwei kurzen Gegenanstiegen - kein flacher Familienausflug.
Der Seckauer Alpenradweg ist die Talachse der Gaal und verbindet die Seckauer Alpen mit dem Murtal. Den Auftakt macht das hochgelegene Gaaltal (bis rund 1082 m) am Fuß der Seckauer Tauern - hier steht in Ingering II auch das VW-Käfermuseum, Österreichs erstes seiner Art. Von der Gaal rollt die Route talauswärts hinab zum kulturellen Herzstück der Strecke, dem Stift Seckau: 1140 von Adalram von Waldeck als Augustiner-Chorherrenstift gegründet und seit 1883 Benediktinerabtei, ist die romanische Basilika (1143-1164, seit 1930 Basilica minor) als "Dom im Gebirge" bekannt. Sehenswert sind die Engelskapelle mit Herbert Boeckls Freskenzyklus "Seckauer Apokalypse" (1952-1960) und - als eigener Raum - das Mausoleum Erzherzog Karls II. (1587-1612). Weiter geht es durch die nördlichen Murtaler Hügel über Sankt Marein bei Knittelfeld (die Stadt Knittelfeld selbst liegt abseits) und vorbei am Schloss Prankh hinunter an die Mur. Bei Kraubath an der Mur ragt die Gulsen auf, Österreichs größter Serpentinstock (einst Magnesit-Abbau, heute Natura-2000-Gebiet mit dem endemischen Pittoni-Hauswurz) - hier erreicht der R24 das Murtal, den Murradweg (R2) und die S-Bahn. Die Strecke ist durchgehend asphaltiert, verläuft aber überwiegend auf verkehrsarmen Landes- und Güterstraßen statt auf einem eigenen Radweg, und sie rollt nicht gleichmäßig: Zwei kurze Gegenanstiege machen sie zur sportlichen Tour, nicht zum Familienausflug. Wir beschreiben sie talauswärts; ausgeschildert und vermarktet wird der R24 in der Gegenrichtung bergauf in die Seckauer Alpen.
- Regionen
- Steiermark
- Start
- Gaal
- Ziel
- Kraubath an der Mur
- Oberfläche
- Asphalt
- Netz
- Regional
- Beste Reisezeit
- April - Oktober
- Beschilderung
- durchgehend beschildert
- Rennradtauglich
- Ja · Durchgehend Asphaltgut belegt
100 % Asphalt, praktisch durchgehend befestigt.
02 - Etappen
3 Etappen · 37 km
01Gaal - SeckauGaal · Ingering II · Bischoffeld · Seckau17 km
Auftakt im hochgelegenen Gaaltal am Fuß der Seckauer Alpen; in Ingering II lohnt das VW-Käfermuseum einen Halt. Sanft wellig rollt die Route talauswärts - ein kurzer Gegenanstieg unterbricht die Abfahrt -, ehe sie das Stift Seckau erreicht, den romanischen "Dom im Gebirge". Die Beschilderung ist im oberen Abschnitt stellenweise dünn; ein Abstecher hinauf zum Ingeringsee (Bergsee auf rund 1200 m) ist nur etwas für zusätzliche Höhenmeter.
- Aufstieg
- 199 m
- Abstieg
- 435 m
- Dauer
- ca. 1,25-1,5 Std.
- Oberfläche
- Asphalt
Belag (gemessen): Asphalt
02Seckau - Sankt Marein bei KnittelfeldSeckau · Fentsch · Sankt Marein bei Knittelfeld9 km
Vom Stift Seckau führt die Route aus dem Klosterbecken hinaus und fällt durch die nördlichen Murtaler Hügel ab. Über Fentsch erreicht sie Sankt Marein bei Knittelfeld - die Stadt Knittelfeld selbst bleibt südlich abseits der Strecke.
- Aufstieg
- 102 m
- Abstieg
- 260 m
- Dauer
- ca. 0,5-0,75 Std.
- Oberfläche
- Asphalt
Belag (gemessen): Asphalt
03Sankt Marein bei Knittelfeld - Kraubath an der MurSankt Marein bei Knittelfeld · Prankh · Kraubath an der Mur11 km
Der Schlussabschnitt rollt vorbei am Schloss Prankh und über die letzten Hügel hinab ins Murtal. Bei Kraubath an der Mur ragt die Gulsen auf, Österreichs größter Serpentinstock; hier erreicht der R24 die Mur, trifft auf den Murradweg (R2) und endet am S-Bahn-Halt Kraubath.
- Aufstieg
- 120 m
- Abstieg
- 213 m
- Dauer
- ca. 0,5-0,75 Std.
- Oberfläche
- Asphalt
Belag (gemessen): Asphalt
03 - Höhenprofil
Höhenprofil über die Gesamtdistanz - Cursor bewegen, um Höhe und Kilometer abzulesen.
Höhenprofil über 37 km. Aufstieg 421 m, Abstieg 908 m. Tiefster Punkt 595 m, höchster Punkt 1082 m.
Höhendaten aus OSM-Geometrie + Digitalem Geländemodell (DGM) Österreich (10 m).
Profil überfahren zeigt den Punkt auf der Karte - und umgekehrt.
04 - POIs & Services
- Stift Seckau ("Dom im Gebirge", Basilika, Engelskapelle, Mausoleum)
- Seckauer Alpen & Gaaltal (alpiner Talschluss)
- VW-Käfermuseum Gaal (Österreichs erstes Käfermuseum)
- Ingeringsee (Bergsee ~1200 m, Abstecher bergauf)
- Schloss Wasserberg (mittelalterliche Bischofsburg, privat)
- Schloss Prankh (Stammsitz der Pranckh, einst Stiftsbesitz)
- Die Gulsen (größter Serpentinstock Österreichs, Natura 2000)
- Mur & Murradweg R2 (Talschluss, S-Bahn-Anschluss)
Services entlang der Route
- RadserviceFahrradgeschäfte und Werkstätten im Raum Knittelfeld und Leoben am unteren Streckenende; im oberen Gaaltal nur Grundversorgung - Ersatzschlauch und Werkzeug mitnehmen.
- E-BikeLade- und Verleihstationen im Murtal (Knittelfeld/Kraubath); E-Bike empfiehlt sich hier weniger zum Bergauffahren als zum bequemen Abrollen.
- TrinkwasserBrunnen in den Orten entlang der Strecke; im oberen, dünn besiedelten Gaaltal sind die Abstände größer - dort rechtzeitig auffüllen.
- EinkehrGasthäuser in Gaal und Seckau (rund ums Stift) sowie im Murtal bei Sankt Marein und Kraubath; im mittleren Abschnitt durch die Hügel ist die Auswahl dünner.
Versorgung entlang der Strecke
- Trinkwasser1
- Reparaturstation1
- Ladestation2
Versorgungspunkte aus OpenStreetMap. Stand kann abweichen, Brunnen sind teils saisonal - vor der Tour prüfen.
05 - Eindrücke
Stift Seckau, der "Dom im Gebirge", im Talkessel der Seckauer Alpen - das kulturelle Herzstück des Seckauer Alpenradwegs.Foto: Stift Seckau von Nordwesten · Uoaei1 · CC BY-SA 4.0 Der äußere Klosterhof und die romanischen Basilikatürme der seit 1883 benediktinischen Abtei Seckau.Foto: Klosterhof und Basilikatürme von Stift Seckau · Dnalor 01 · CC BY-SA 3.0 AT Das Dorf Gaal im obersten Talabschnitt, eingebettet in die Seckauer Alpen - hier beginnt die Talabfahrt.Foto: Das Dorf Gaal im Alpental · Cerana (David Bauer) · CC BY-SA 3.0 Die Pfarrkirche St. Maria im Paradeis in Sankt Marein bei Knittelfeld, am Übergang aus den Hügeln ins untere Murtal.Foto: Pfarrkirche St. Maria im Paradeis, Sankt Marein bei Knittelfeld · Uoaei1 · CC BY-SA 4.0 Kraubath an der Mur am unteren Ende der Strecke, wo der R24 das Murtal und den Murradweg (R2) erreicht.Foto: Kraubath an der Mur · TheRunnerUp (Robert Kropf) · CC BY-SA 3.0
06 - ÖV-Anbindung
- Bahn: S8 (S-Bahn Steiermark)Einziger Bahnhof an der Strecke ist Kraubath an der Mur am Talende, an der S8 (Unzmarkt - Knittelfeld - Kraubath - St. Michael - Leoben - Bruck/Kapfenberg). Über Leoben und Bruck an der Mur bestehen Fernverkehrsanschlüsse. Radmitnahme in den Nahverkehrszügen vorab prüfen.
- Bus bergauf: RegioBus 843 & 844Zum hochgelegenen Start helfen die RegioBus-Linien 843 (Knittelfeld - Kobenz - Seckau) und 844 (Knittelfeld - Gaal). Bewährtes Muster: mit der S8 nach Knittelfeld, per Bus 843/844 hinauf nach Seckau bzw. Gaal, den R24 talauswärts abrollen und ab Kraubath mit der S8 zurück (Radmitnahme/Termine vorab klären).
Der einzige Bahnhalt liegt am Talende in Kraubath an der Mur (S8 der S-Bahn Steiermark, Knoten Leoben/Bruck). Im Gaaltal selbst gibt es keine Bahn; hinauf zum Start führen die RegioBus-Linien 843 (nach Seckau) und 844 (nach Gaal) ab Knittelfeld. Am bequemsten fährt man die Strecke talauswärts von Gaal nach Kraubath und schließt dort an den Murradweg (R2) an - ausgeschildert ist der R24 allerdings bergauf in die Seckauer Alpen.
07 - GPX- & TCX-Download
Download für GPS-Geräte & Apps
Sauberer Track mit Höhenprofil - importiert als eine Tour, kompatibel mit Komoot, Garmin, Wahoo, Strava, RideWithGPS, OsmAnd.
Etappen einzeln herunterladen (3)
Streckenführung aus OpenStreetMap-Geometrie abgeleitet - kann von der Beschilderung leicht abweichen. © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL 1.0) · Höhendaten © DGM Österreich (CC BY 3.0 AT). Weitergabe mit Quellenangabe.