01 - Überblick
Der Raabtalradweg (R11) folgt der Raab rund 96 Kilometer von ihrem Ursprung im oststeirischen Bergland bei Passail bergab bis an die ungarische Grenze bei St. Martin an der Raab im Burgenland. Vom kühlen Quellgebiet rollt die Route durch die Raabklamm-Region nach Weiz, in die Solarstadt Gleisdorf und weiter ins sonnige Steirische Vulkanland mit Feldbach und Fehring. Eine fast durchweg sanft abfallende Flussroute durch das Thermen- und Weinland - ab Gleisdorf flach und familienfreundlich.
Die Raab entspringt im oststeirischen Bergland nördlich von Passail und bahnt sich ihren Weg quer durch die Oststeiermark bis ins Burgenland und weiter nach Ungarn, wo sie als Rába bei Győr in die Donau mündet. Der Raabtalradweg begleitet sie fast durchgehend bergab. Der Auftakt im Quellgebiet bei Passail ist die einzige etwas bewegtere Etappe: durch das waldige obere Raabtal, in dem die Raab bei Arzberg und Weiz die wildromantische Raabklamm gegraben hat - mit über 30 Kilometern die längste Schlucht der Steiermark. In Weiz lohnen das Stadtmuseum und die Wallfahrtskirche am Weizberg einen Halt. Ab Gleisdorf, der "Solarstadt" mit ihrem Solarbaum am Hauptplatz, wird das Tal weit und die Route flach: gemütlich rollt man durch das Steirische Vulkanland, vorbei an Buschenschanken und Streuobstwiesen, über Studenzen und Kirchberg nach Feldbach mit seinem markanten Tabor, einer wehrhaften Kirchenburg, die heute ein Museum beherbergt. Nördlich grüßt der Vulkankegel mit der Riegersburg, eine lohnende Abstecher-Tour. Über Fehring und vorbei am Weinberg von Kapfenstein erreicht die Raab das Burgenland: Bei St. Martin an der Raab im Naturpark Raab-Örség-Goričko, einem grenzüberschreitenden Schutzgebiet von Österreich, Ungarn und Slowenien, endet der österreichische Teil an der Grenze - jenseits führt die Rába weiter nach Szentgotthárd und ins ungarische Tiefland. Überwiegend asphaltiert, abschnittsweise auf ruhigen Begleit- und Güterwegen, ist der Raabtalradweg im flachen Unterlauf eine der entspanntesten Flussrouten der Oststeiermark.
- Regionen
- Steiermark · Burgenland
- Start
- Passail
- Ziel
- St. Martin an der Raab (Grenze)
- Oberfläche
- Asphalt
- Netz
- Regional
- Beste Reisezeit
- April - Oktober
- Beschilderung
- durchgehend beschildert
- Familien
- gut geeignet
- Rennradtauglich
- Ja · Fast durchgehend Asphaltgut belegt
97 % Asphalt, längste unbefestigte Passage 1,4 km.
02 - Etappen
4 Etappen · 96 km
01Passail - WeizPassail · Arzberg · Naas · Weiz25 km
Auftakt im Quellgebiet: Vom oststeirischen Bergland bei Passail folgt der Weg der jungen Raab bergab durchs waldige obere Tal. Bei Arzberg und auf dem Weg nach Weiz liegt die Raabklamm, mit über 30 km die längste Schlucht der Steiermark. Es ist die bewegteste Etappe - überwiegend bergab, mit einzelnen Gegenanstiegen - hinunter in die Industrie- und Bezirksstadt Weiz mit Stadtmuseum und Wallfahrtskirche am Weizberg.
- Aufstieg
- 325 m
- Abstieg
- 742 m
- Dauer
- ca. 2 Std.
- Oberfläche
- Asphalt, abschnittsweise Begleitwege
Belag (gemessen): Asphalt
02Weiz - GleisdorfWeiz · Unterfladnitz · Gleisdorf17 km
Eine kurze, sanft abfallende Etappe aus dem Weizer Becken hinaus ins weite Raabtal nach Gleisdorf. Die "Solarstadt" mit ihrem Solarbaum am Hauptplatz und dem Forum Kloster ist ein guter Ort für eine Pause, ehe die Route flach wird.
- Aufstieg
- 36 m
- Abstieg
- 139 m
- Dauer
- ca. 1 Std.
- Oberfläche
- Asphalt
Belag (gemessen): Asphalt
03Gleisdorf - FeldbachGleisdorf · Studenzen · Kirchberg an der Raab · Feldbach29 km
Flach und genussvoll durch das Steirische Vulkanland: Die Raab schlängelt sich durch eine sanfte Hügellandschaft mit Buschenschanken, Obstgärten und Maisfeldern über Studenzen und Kirchberg an der Raab nach Feldbach. Dort lohnt der Tabor, eine wehrhafte Kirchenburg mit Museum. Nördlich thront auf einem Vulkankegel die Riegersburg - ein lohnender Abstecher abseits der Route.
- Aufstieg
- 0 m
- Abstieg
- 79 m
- Dauer
- ca. 2 Std.
- Oberfläche
- Asphalt, abschnittsweise Begleitwege
Belag (gemessen): Asphalt
04Feldbach - St. Martin an der Raab (Grenze)Feldbach · Fehring · St. Martin an der Raab · Jennersdorf26 km
Die flache Schlussetappe folgt der Raab über Fehring - mit dem Weinberg von Kapfenstein im Süden - ins Burgenland. Bei St. Martin an der Raab im Naturpark Raab-Örség-Goričko, dem grenzüberschreitenden Schutzgebiet von Österreich, Ungarn und Slowenien, erreicht die Route die ungarische Grenze. Jenseits führt die Rába weiter nach Szentgotthárd; bis Jennersdorf oder Szentgotthárd kommt man bequem mit der Steirischen Ostbahn zurück.
- Aufstieg
- 0 m
- Abstieg
- 46 m
- Dauer
- ca. 1,5-2 Std.
- Oberfläche
- Asphalt, abschnittsweise Begleitwege
Belag (gemessen): Asphalt 87 % · Schotter 13 %
03 - Höhenprofil
Höhenprofil über die Gesamtdistanz - Cursor bewegen, um Höhe und Kilometer abzulesen.
Höhenprofil über 96 km. Aufstieg 361 m, Abstieg 1006 m. Tiefster Punkt 240 m, höchster Punkt 887 m.
Höhendaten aus OSM-Geometrie + Digitalem Geländemodell (DGM) Österreich (10 m).
Profil überfahren zeigt den Punkt auf der Karte - und umgekehrt.
04 - POIs & Services
- Raabklamm (längste Schlucht der Steiermark)
- Stadtmuseum & Wallfahrtskirche am Weizberg
- Solarstadt mit Solarbaum & Forum Kloster
- Tabor - Kirchenburg & Museum
- Riegersburg auf dem Vulkankegel (Abstecher)
- Weinberg & Schloss Kapfenstein (Abstecher)
- Naturpark Raab-Örség-Goričko (Dreiländereck)
- AT/HU-Grenze - Übergang zur Rába Richtung Szentgotthárd
Services entlang der Route
- RadserviceFahrradwerkstätten in Weiz, Gleisdorf, Feldbach und Fehring; gute Dichte im Großraum Weiz-Gleisdorf.
- E-BikeLade- und Verleihstationen in Weiz, Gleisdorf und Feldbach sowie in mehreren Vulkanland-Orten.
- TrinkwasserBrunnen und Gasthäuser in den Marktorten; im flachen Unterlauf gut versorgt, im oberen Tal vor Weiz seltener.
- EinkehrBuschenschanken, Mostschenken und Gasthäuser im Steirischen Vulkanland - besonders dicht zwischen Gleisdorf und Feldbach.
Versorgung entlang der Strecke
- Trinkwasser26
- Reparaturstation2
- Bike Shop6
- Radverleih11
- Ladestation41
Versorgungspunkte aus OpenStreetMap. Stand kann abweichen, Brunnen sind teils saisonal - vor der Tour prüfen.
05 - Eindrücke
Der Raabtalradweg R11 in der Raabklamm zwischen Passail und Naas, unterhalb der Felswand des Gösser.Foto: Raabtalradweg R11 in der Raabklamm unterhalb des Gösser · Anton-kurt · Public domain Steg über die Raab im Naturschutzgebiet Raabklamm, dem das Raabtal des R11 folgt.Foto: Steg über die Raab in der Raabklamm · Isiwal · CC BY-SA 4.0
06 - ÖV-Anbindung
- S-Bahn Steiermark S31 (Graz - Gleisdorf - Weiz)Bahnhöfe in Gleisdorf und Weiz binden den oberen Routenteil direkt an Graz an - ideal für die An- und Abreise zum Start. Passail selbst hat keine Bahn und wird per Bus ab Weiz/Graz erreicht.
- Steirische Ostbahn (Graz - Feldbach - Fehring - Szentgotthárd)Feldbach, Fehring und über die Grenze Jennersdorf/Szentgotthárd liegen an der Ostbahn; bequem für die Rückfahrt vom flachen Unterlauf. Fahrradmitnahme im Nahverkehr möglich.
Der obere Routenteil (Weiz, Gleisdorf) hängt über die S-Bahn S31 direkt an Graz, der Unterlauf (Feldbach, Fehring, Jennersdorf) an der Steirischen Ostbahn bis Szentgotthárd in Ungarn - der Raabtalradweg lässt sich daher gut ohne Auto fahren und in Etappen mit der Bahn kombinieren. Nur das Quellgebiet bei Passail braucht den Bus.
07 - GPX- & TCX-Download
Download für GPS-Geräte & Apps
Sauberer Track mit Höhenprofil - importiert als eine Tour, kompatibel mit Komoot, Garmin, Wahoo, Strava, RideWithGPS, OsmAnd.
Etappen einzeln herunterladen (4)
Streckenführung aus OpenStreetMap-Geometrie abgeleitet - kann von der Beschilderung leicht abweichen. © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL 1.0) · Höhendaten © DGM Österreich (CC BY 3.0 AT). Weitergabe mit Quellenangabe.