01 - Überblick
Der Glan-Gurk-Radweg (R5) verbindet auf rund 55 Kilometern zwei Kärntner Flüsse: Von Feldkirchen folgt er der Glan bergab durch das Glantal nach St. Veit an der Glan und wechselt dann ins Krappfeld an die Gurk, der er bis zum Völkermarkter Stausee folgt, wo sie in die Drau mündet. Vorbei am car-freien Glanabschnitt bei Mautbrücken, der ehemaligen Kärntner Hauptstadt St. Veit und der Burg Hochosterwitz rollt die fast durchweg flache Route bis zum Anschluss an den Drauradweg (R1). Eine sanfte Verbindungsroute mit großer Geschichte - mit ein paar Begleitabschnitten an viel befahrenen Straßen an beiden Enden.
Der Glan-Gurk-Radweg ist der Lückenschluss zwischen zwei Flusstälern Mittelkärntens. In Feldkirchen, wo auch der Ossiacher-See-Radweg (R2) und der Gurktal-Radweg (R5B) beginnen, nimmt er die Glan auf und begleitet sie talabwärts. Nach den ersten Kilometern entlang der B 94 erreicht der Weg bei Mautbrücken den schönsten Abschnitt: rund zwanzig weitgehend autofreie Kilometer dicht am Fluss durch Glanegg - mit der Burgruine hoch über dem Tal - bis nach St. Veit an der Glan. Die einstige Hauptstadt des Herzogtums Kärnten lohnt einen langen Halt: der arkadengesäumte Hauptplatz, das Rathaus und die nahe Burg Taggenbrunn prägen das Bild. Östlich von St. Veit öffnet sich das Krappfeld; über den Wiesen thront die vielfach betürmte Burg Hochosterwitz, und etwas abseits liegen der Längsee und das Benediktinerinnenstift St. Georgen. Nun übernimmt die Gurk: Über Brückl folgt die Route dem zweitgrößten Fluss Kärntens hinab zum Völkermarkter Stausee, wo die Gurk in die Drau mündet und der R5 in den Drauradweg (R1) übergeht. Überwiegend asphaltiert und ohne nennenswerte Steigung ist die Strecke leicht zu fahren; ehrlicherweise ist sie aber nicht durchgehend kinderfreundlich - der Auftakt aus Feldkirchen und ein Stück vor Brückl verlaufen an stärker befahrenen Landesstraßen. Wer den mittleren Glanabschnitt fährt, erlebt eine der ruhigsten und geschichtsträchtigsten Flussrouten Kärntens.
- Regionen
- Kärnten
- Start
- Feldkirchen
- Ziel
- Völkermarkt (Stausee)
- Oberfläche
- Asphalt · Schotter
- Netz
- Regional
- Beste Reisezeit
- April - Oktober
- Beschilderung
- durchgehend beschildert
- Rennradtauglich
- Teilweise · Gemischter Belagteils geschätzt
84 % gut fahrbar, aber 3,6 km Schotter am Stück - angenehmer mit Gravel- oder Tourenrad.
02 - Etappen
3 Etappen · 55 km
01Feldkirchen - St. Veit an der GlanFeldkirchen · Mautbrücken · Glanegg · St. Veit an der Glan28 km
Auftakt in Feldkirchen am Knoten von Ossiacher-See- und Gurktal-Radweg. Nach einigen Kilometern an der B 94 beginnt bei Mautbrücken der schönste, weitgehend autofreie Glanabschnitt: dicht am Fluss durch Glanegg, überragt von der Burgruine, bis in die alte Herzogsstadt St. Veit an der Glan mit ihrem arkadengesäumten Hauptplatz.
- Aufstieg
- 120 m
- Abstieg
- 180 m
- Dauer
- ca. 2-2,5 Std.
- Oberfläche
- Asphalt, abschnittsweise Begleitwege
Belag (gemessen): Asphalt 68 % · Schotter 32 %
02St. Veit an der Glan - BrücklSt. Veit an der Glan · Launsdorf · Brückl14 km
Östlich von St. Veit öffnet sich das Krappfeld. Über Launsdorf führt die Etappe an der vielfach betürmten Burg Hochosterwitz vorbei - ein kurzer Abstecher hinauf lohnt sich -, in Reichweite von Längsee und Stift St. Georgen, hinüber zur Gurk und entlang des Flusses nach Brückl.
- Aufstieg
- 75 m
- Abstieg
- 110 m
- Dauer
- ca. 1-1,5 Std.
- Oberfläche
- Asphalt, abschnittsweise Begleitwege
Belag (gemessen): Asphalt
03Brückl - Völkermarkt (Stausee)Brückl · St. Margarethen · Völkermarkt14 km
Die Schlussetappe folgt der Gurk talabwärts durch das Jauntal-Vorland nach Völkermarkt. Am Völkermarkter Stausee mündet die Gurk in die Drau, und der R5 trifft auf den Drauradweg (R1) - von hier kann man bequem Richtung Klagenfurt oder die Drau entlang weiterfahren.
- Aufstieg
- 66 m
- Abstieg
- 81 m
- Dauer
- ca. 1-1,5 Std.
- Oberfläche
- Asphalt, abschnittsweise Begleitwege
Belag (gemessen): Asphalt 91 % · Feinschotter 9 %
03 - Höhenprofil
Höhenprofil über die Gesamtdistanz - Cursor bewegen, um Höhe und Kilometer abzulesen.
Höhenprofil über 55 km. Aufstieg 261 m, Abstieg 371 m. Tiefster Punkt 410 m, höchster Punkt 535 m.
Höhendaten aus OSM-Geometrie + Digitalem Geländemodell (DGM) Österreich (10 m).
Profil überfahren zeigt den Punkt auf der Karte - und umgekehrt.
04 - POIs & Services
- Knoten R2 Ossiacher-See- & R5B Gurktal-Radweg
- Autofreier Glanabschnitt
- Burgruine Glanegg
- Herzogstadt mit arkadengesäumtem Hauptplatz
- Burg Taggenbrunn
- Burg Hochosterwitz
- Längsee & Benediktinerinnenstift St. Georgen
- Völkermarkter Stausee (Gurkmündung, Übergang Drauradweg R1)
Services entlang der Route
- RadserviceFahrradwerkstätten in Feldkirchen, St. Veit an der Glan und Völkermarkt; in St. Veit auch E-Bike-Verleih über das Tourismusbüro Mittelkärnten.
- E-BikeLade- und Verleihstationen in Feldkirchen, St. Veit und Völkermarkt sowie in mehreren Orten im Glan- und Gurktal.
- TrinkwasserBrunnen und Gasthäuser in den Marktorten; entlang des flachen Flusslaufs gut versorgt.
- EinkehrGasthäuser und Cafés in Feldkirchen, Glanegg, St. Veit, Brückl und Völkermarkt - im mittleren Glanabschnitt etwas größere Abstände.
Versorgung entlang der Strecke
- Trinkwasser12
- Reparaturstation4
- Ladestation11
Versorgungspunkte aus OpenStreetMap. Stand kann abweichen, Brunnen sind teils saisonal - vor der Tour prüfen.
05 - Eindrücke
Die Burgruine Glanegg über den Weingärten - Wahrzeichen des autofreien Glanabschnitts bei Mautbrücken.Foto: Burgruine Glanegg über den Weingärten im Glantal · Niki.L · CC BY-SA 4.0 Alte Steinbogenbrücke über die Glan bei Unterglandorf vor St. Veit an der Glan.Foto: Steinerne Nepomuk-Brücke über die Glan bei Unterglandorf · Johann Jaritz · CC BY-SA 3.0 AT Die vielfach betürmte Burg Hochosterwitz thront über dem Krappfeld an der Etappe nach Brückl.Foto: Burg Hochosterwitz über dem Krappfeld · C.Stadler/Bwag · CC BY-SA 4.0
06 - ÖV-Anbindung
- S-Bahn Kärnten S2 / ÖBB-Linie 650 (Villach - Feldkirchen - St. Veit an der Glan - Klagenfurt)Feldkirchen in Kärnten und St. Veit an der Glan liegen direkt an dieser etwa stündlichen Bahn - ideal für An- und Abreise und eine bequeme Rückfahrt der Hauptstrecke. Fahrradmitnahme im Nahverkehr ohne Reservierung.
- Koralmbahn / Region Völkermarkt-JauntalAm Ostende ist die Bahnanbindung im Umbruch: Der frühere Bahnhof Völkermarkt-Kühnsdorf wurde 2023 aufgelassen; Ersatz ist die Station Kühnsdorf-Klopeinersee an der Koralmbahn. Vor der Anreise den aktuellen Fahrplan prüfen.
Feldkirchen und St. Veit an der Glan liegen direkt an der S-Bahn-Linie S2 - der Glan-Gurk-Radweg lässt sich daher gut ohne Auto fahren und an beiden Bahnhöfen beginnen oder beenden. Am Ende geht der Weg am Völkermarkter Stausee in den Drauradweg R1 über (Anschluss Richtung Klagenfurt oder die Drau entlang).
07 - GPX- & TCX-Download
Download für GPS-Geräte & Apps
Sauberer Track mit Höhenprofil - importiert als eine Tour, kompatibel mit Komoot, Garmin, Wahoo, Strava, RideWithGPS, OsmAnd.
Etappen einzeln herunterladen (3)
Streckenführung aus OpenStreetMap-Geometrie abgeleitet - kann von der Beschilderung leicht abweichen. © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL 1.0) · Höhendaten © DGM Österreich (CC BY 3.0 AT). Weitergabe mit Quellenangabe.