01 - Überblick
Der Iseltalradweg begleitet auf rund 28 Kilometern die Isel - Österreichs letzten von der Quelle bis zur Mündung frei fließenden Gletscherfluss - von der Dolomitenstadt Lienz taleinwärts hinauf nach Matrei in Osttirol. Von der Mündung in die Drau, wo der Drauradweg anschließt, führt der sanft steigende Talweg durch die naturgeschützten Iselauen über Ainet, Sankt Johann im Walde und Huben bis ans Tor zum Nationalpark Hohe Tauern. Vorwiegend asphaltiert, mit kurzen Abschnitten auf ruhigen Talstraßen, durchgehend leicht und familienfreundlich - und am Talschluss lockt die wilde Bergwelt der Hohen Tauern.
Der Iseltalradweg ist eine sanfte Talfahrt bergauf, von der Osttiroler Bezirkshauptstadt Lienz hinein in die Bergwelt der Hohen Tauern. Ausgangspunkt ist die "Sonnenstadt" Lienz, wo sich die Isel in die Drau ergießt und der Drauradweg anschließt; über der Stadt thront Schloss Bruck, heute das Museum der Stadt Lienz, am Hauptplatz steht die Liebburg, und im Süden zeichnen die Lienzer Dolomiten ihre schroffe Kulisse. Von hier folgt der Weg der Isel taleinwärts - jenem Gletscherfluss, der vom Umbalkees in den Hohen Tauern herabkommt und als einziger Fluss Österreichs von der Quelle bis zur Mündung frei und ungestaut fließt. Seine Schotterbänke mit der seltenen Deutschen Tamariske stehen als Natura-2000-Gebiet unter Schutz; der Radweg begleitet diese wilden Iselauen, ohne in sie einzugreifen. Stetig, aber kaum spürbar steigend rollt die Route über Oberlienz und Ainet nach Sankt Johann im Walde, wo das Tal enger und ursprünglicher wird. Bei Huben, wo das Defereggental abzweigt und hoch über dem Fluss die Ruine Kienburg liegt, zieht der Weg die letzten, etwas steileren Kilometer hinauf nach Matrei in Osttirol. Der Markt auf rund 975 Metern gilt als Tor zum Nationalpark Hohe Tauern, dem größten Nationalpark der Alpen; das Nationalparkhaus informiert über die Wildnis ringsum, und über dem Ort klebt das mittelalterliche Schloss Weißenstein an seinem Felsen. Hier endet die gezeichnete Strecke - doch das Iseltal läuft weiter: taleinwärts öffnet sich das Virgental Richtung Prägraten und zu den tosenden Umbalfällen, ein lohnender Ausblick über das Ziel hinaus. Die Strecke ist vorwiegend asphaltiert und führt auf eigenen Radwegen und ruhigen alten Talstraßen; mit rund einem Prozent Durchschnittssteigung, ohne nennenswerte Anstiege und abseits der Felbertauernstraße ist sie leicht zu fahren und bestens für Familien geeignet. Wer es bequem mag, fährt mit dem Postbus hinauf und rollt die Isel hinab - bergab wird aus der sanften Steigung eine mühelose Talfahrt.
- Regionen
- Tirol
- Start
- Lienz
- Ziel
- Matrei in Osttirol
- Oberfläche
- Asphalt
- Netz
- Regional
- Beste Reisezeit
- April - Oktober
- Beschilderung
- durchgehend beschildert
- Familien
- gut geeignet
- Rennradtauglich
- Ja · Durchgehend Asphaltgut belegt
100 % Asphalt, praktisch durchgehend befestigt.
02 - Etappen
3 Etappen · 28 km
01Lienz - Sankt Johann im WaldeLienz · Oberlienz · Ainet · Sankt Johann im Walde11 km
Die Auftaktetappe verlässt Lienz an der Mündung der Isel in die Drau, wo der Drauradweg anschließt, und folgt dem Fluss taleinwärts durch die weiten Iselauen. Über Oberlienz und Ainet rollt der gut ausgebaute Talweg fast eben dahin, stets begleitet von der naturgeschützten Isel mit ihren hellen Schotterbänken, im Rücken die Lienzer Dolomiten. Eine entspannte, familienfreundliche Einrolletappe bis Sankt Johann im Walde.
- Aufstieg
- 52 m
- Abstieg
- 5 m
- Dauer
- ca. 0,75-1,0 Std.
- Oberfläche
- Asphalt
Belag (gemessen): Asphalt
02Sankt Johann im Walde - HubenSankt Johann im Walde · Schlaiten · Huben7 km
Hinter Sankt Johann im Walde wird das Tal enger und ursprünglicher. Auf eigenen Radwegen und ruhigen alten Talstraßen begleitet die Route die wild strömende Isel mit ihren Umlagerungsstrecken - ein lebendiger Gletscherfluss, wie ihn die Ostalpen kaum noch kennen. Sanft steigend erreicht der Weg Huben, wo das Defereggental abzweigt und hoch über dem Fluss die Ruine Kienburg liegt.
- Aufstieg
- 62 m
- Abstieg
- 0 m
- Dauer
- ca. 0,5-0,75 Std.
- Oberfläche
- Asphalt
Belag (gemessen): Asphalt
03Huben - Matrei in OsttirolHuben · Feld · Matrei in Osttirol10 km
Die Schlussetappe zieht die letzten, etwas steileren Kilometer hinauf nach Matrei in Osttirol. Der Markt auf rund 975 Metern gilt als Tor zum Nationalpark Hohe Tauern, dem größten Nationalpark der Alpen; das Nationalparkhaus und das hoch am Felsen klebende Schloss Weißenstein empfangen den Radler. Hier endet die Strecke - taleinwärts öffnet sich das Virgental Richtung Prägraten und zu den Umbalfällen, ein lohnender Ausblick über das Ziel hinaus.
- Aufstieg
- 242 m
- Abstieg
- 61 m
- Dauer
- ca. 0,75-1,25 Std.
- Oberfläche
- Asphalt
Belag (gemessen): Asphalt
03 - Höhenprofil
Höhenprofil über die Gesamtdistanz - Cursor bewegen, um Höhe und Kilometer abzulesen.
Höhenprofil über 28 km. Aufstieg 355 m, Abstieg 66 m. Tiefster Punkt 681 m, höchster Punkt 974 m.
Höhendaten aus OSM-Geometrie + Digitalem Geländemodell (DGM) Österreich (10 m).
Profil überfahren zeigt den Punkt auf der Karte - und umgekehrt.
04 - POIs & Services
- Isel - Österreichs letzter frei fließender Gletscherfluss (Natura-2000-Gebiet)
- Lienz - Schloss Bruck (Museum der Stadt Lienz) & Liebburg am Hauptplatz
- Lienzer Dolomiten - schroffe Bergkulisse über der Sonnenstadt
- Iselauen mit der seltenen Deutschen Tamariske (geschützte Schotterbänke)
- Huben & Ruine Kienburg - Talknoten am Abzweig ins Defereggental
- Matrei in Osttirol - Tor zum Nationalpark Hohe Tauern (Nationalparkhaus)
- Schloss Weißenstein - mittelalterliche Felsenburg über Matrei
- Virgental & Umbalfälle - taleinwärts ab Matrei (Abstecher über das Ziel hinaus)
Services entlang der Route
- RadserviceLienz ist als Bezirkshauptstadt und Radsport-Drehscheibe Osttirols gut mit Fahrradgeschäften und Verleih ausgestattet; in Matrei in Osttirol gibt es Verleih und Service rund um den Nationalpark. Dazwischen liegen die Orte des Iseltals näher beisammen als in vielen Alpentälern - dennoch Flickzeug mitnehmen. Die leichte, vorwiegend asphaltierte Strecke ist mit jedem Tourenrad gut zu fahren.
- E-BikeLadestationen und E-Bike-Verleih in Lienz und Matrei sowie in den Talorten. Bei nur rund 28 Kilometern und sanfter Steigung kommen die meisten Akkus mühelos bis ans Talende - bergab geht es ohnehin von selbst.
- TrinkwasserTrinkbrunnen und Gasthäuser in Lienz, Ainet, Sankt Johann im Walde, Huben und Matrei; die Orte folgen im Tal dicht aufeinander, lange Versorgungslücken gibt es nicht.
- EinkehrGasthöfe und Almgasthäuser entlang des Tals, dazu die Stadtcafés und Wirtshäuser von Lienz und der Marktplatz von Matrei am Tor zum Nationalpark. Osttiroler Küche und Hausmannskost begleiten die ganze Strecke.
Versorgung entlang der Strecke
- Trinkwasser12
- Bike Shop4
- Radverleih1
- Ladestation18
Versorgungspunkte aus OpenStreetMap. Stand kann abweichen, Brunnen sind teils saisonal - vor der Tour prüfen.
05 - Eindrücke
Die Isel bei Lienz - Österreichs letzter von der Quelle bis zur Mündung frei fließender Gletscherfluss, dem der Radweg taleinwärts bis Matrei folgt.Foto: Die Isel bei Lienz · Giorgio Galeotti · CC BY-SA 4.0 Schloss Bruck, heute das Museum der Stadt Lienz, über dem Ausgangsort der Tour - im Hintergrund die schroffe Kulisse der Lienzer Dolomiten.Foto: Schloss Bruck über Lienz · Muck (User:Muck50) · CC BY-SA 4.0 Der Radwegsteg am Zusammenfluss von Isel und Drau in Lienz - hier startet der Iseltalradweg und schließt an den Drauradweg R1 an.Foto: Steg am Isel-Drau-Zusammenfluss · Herzi Pinki · CC BY-SA 4.0 Die schotterbankreiche Isel bei Feld zwischen Huben und Matrei - der Radweg begleitet die naturgeschützten Iselauen mit der seltenen Deutschen Tamariske.Foto: Die Isel bei Feld · Michielverbeek · CC BY-SA 4.0 Der Zusammenfluss von Isel und Tauernbach bei Matrei in Osttirol, dem Tor zum Nationalpark Hohe Tauern und Ziel der Tour.Foto: Isel und Tauernbach bei Matrei · Michael König · CC BY-SA 4.0
06 - ÖV-Anbindung
- Bahn: Lienz Bahnhof (Drautalbahn/Pustertalbahn) am TalausgangLienz ist der Bahnknoten Osttirols, erreichbar über die Drautalbahn (Spittal-Millstättersee) und die Pustertalbahn nach San Candido/Innichen in Italien, mit Fahrradmitnahme. Von hier startet der Iseltalradweg direkt an der Isel-Drau-Mündung.
- Postbus 950X & 4421 (Lienz - Matrei in Osttirol)Ins Iseltal hinauf nach Matrei fährt keine Bahn; die Postbus-Linien 950X (Lienz - Huben - Matrei - Felbertauern - Mittersill) und 4421 (Lienz - Matrei - Virgen - Prägraten) verbinden Tal und Talschluss. Fahrräder werden je nach Platz mitgenommen. So lässt sich bequem hinauffahren und die Isel hinabrollen - oder umgekehrt.
- Anschluss: Drauradweg R1 in LienzAm Startpunkt mündet der Iseltalradweg in den Drauradweg R1, der das Pustertal mit dem unteren Drautal verbindet - ideal, um die Tour in eine längere Flussreise einzubinden.
Lienz am Talausgang liegt an der Drautalbahn/Pustertalbahn (Spittal sowie San Candido/Italien) und am Drauradweg R1. Ins Iseltal hinauf nach Matrei fährt keine Bahn; die Postbus-Linien 950X und 4421 verbinden Lienz und Matrei (Fahrradmitnahme nach Platz). So fährt man bequem hinauf und rollt die Isel hinab - oder umgekehrt.
07 - GPX- & TCX-Download
Download für GPS-Geräte & Apps
Sauberer Track mit Höhenprofil - importiert als eine Tour, kompatibel mit Komoot, Garmin, Wahoo, Strava, RideWithGPS, OsmAnd.
Etappen einzeln herunterladen (3)
Streckenführung aus OpenStreetMap-Geometrie abgeleitet - kann von der Beschilderung leicht abweichen. © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL 1.0) · Höhendaten © DGM Österreich (CC BY 3.0 AT). Weitergabe mit Quellenangabe.